FLAMINGOLIED |
| Die Strasse hinunter hüpft ein kleiner kaum "Zweikäsehoch" |
| Er tut gar frei und keck und pfeift dazu ein Liedlein noch |
| Da sieht verlockend ihn am Wegrand eine Büchse an |
| Schon nimmt er einen Anlauf, und so fängt das Schutten an. |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Erst spät kommt er nach Hause, die Schuhe sind kaputt |
| Die Mutter seufzt ergeben, doch der Vater hat ne Wut |
| Er hebt die Hand empor, doch plötzlich lässt er's sein. |
| Der Kleine schleicht zur Tür hinaus und denkt, ich hatte Schwein. |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Der Vater sagt zur Mutter, so geht das nimmer zu |
| Wo nehm ich auch das Geld her, für all die vielen Schuh ? |
| Jetzt weiss ich was ich mache, und das auf jeden Fall |
| Ich kaufe unserem Lausbub einen schönen, grossen Ball |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Die Jahre sind vergangen, aus ihm wurd' ein junger Mann |
| Er ist aktiv im FC, das sieht man ihm gleich an. |
| Auch plagiert er ein wenig, und ist stets schön frisiert |
| diverse Brillantinen er auf seinen Schädel schmiert. |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Bis zwanzig sieht man, dass er noch ein Träumer ist, |
| Er schwärmt für schöne Frauen, darob die "Büetz" vergisst. |
| Doch plötzlich muss er dann in die Rekrutenschul' |
| dort lehrt man ihn was Härte ist, und aus ist mit dem Spiel. |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Und kommt er von der RS, sieht man gleich der hat Schnauf, |
| so einer hat uns noch gefehlt, rückt in die "Erste" auf. |
| Doch wie's so geht, tritt in sein Leben eine Frau |
| da wird's mit seinem Fussballspiel schon wieder etwas flau. |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Und ist er dann verheiratet, der Honigmond vorbei, |
| fehlt im auf einmal etwas; das muss das Schutten sein. |
| Da packt er seinen Sportsack, er hält es nicht mehr aus, |
| fast jeden Sonntag zieht nun er mit Kind und Kegel aus. |
| In Flamingo, in Flamingo, in Flamingo in the little Switzerland. |
| Und ist er dann gestorben, tritt vor die Himmelstür, |
| Sankt Petrus ist gar gnädig, schiebt nicht den Riegel für, |
| er fragt den Schutter freundlich, wohin denn guter Mann ? |
| Ich möcht' am liebsten dorthin, wo ich Fussball spielen kann. |
| Ade Flamingo, ade Flamingo, ade Flamingo in the little Switzerland. |
| Text von: Ernst Schweizer, Thörishaus (Ehemaliger Spieler FC Flamatt, gestorben 198x) |